Die in Ettenheim lebende Künstlerin Petra Goehringer Machleid entwickelt ein unverwechselbares plastisches Werk, das zwischen Natur und Artefakt, formaler Ordnung und organischer Entwicklung oszilliert. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die intensive Auseinandersetzung mit dem Material. Charakteristisch ist die Verbindung scheinbar gegensätzlicher Werkstoffe wie Beton und Paraffin, Seide und Wachs. In diesen Kontrasten von Härte und Weichheit, Dichte und Transparenz, Licht und Schatten entstehen fein austarierte Spannungsfelder, in denen auch dem kalkulierten Zufall Raum gegeben wird.
Licht ist dabei ein wesentliches Gestaltungselement. Es durchdringt transluzente Materialien, modelliert Oberflächen und macht innere Strukturen sichtbar. Die Werke entfalten ihre Wirkung nicht durch spektakuläre Effekte, sondern durch die sensible Abstimmung von Material, Form und Raum. Dabei entstehen Arbeiten, die gleichermaßen von Klarheit und Offenheit geprägt sind.
In ihren jüngeren Arbeiten tritt eine stärkere geometrische Ausrichtung hinzu. Geologische Anmutungen, Schichtungen und verdichtete Strukturen verbinden sich mit klaren formalen Ordnungen, ohne dabei an Lebendigkeit zu verlieren. So entstehen Skulpturen und Rauminstallationen von stiller Präsenz, die Ruhe und Spannung zugleich ausstrahlen und eine konzentrierte, entschleunigte Wahrnehmung ermöglichen.
PETRA GÖHRINGER MACHLEID
geboren in Zell am Harmersbach, 1961
Mitglied im Berufsverband bildender Künstler, Südbaden
Mitglied im Künstlerkreis Ortenau KKO
petra-goehringer.com